Eine Hülle für die Fülle

21.07.2016

AEROSOL-SERIE #1: Die Wahl zwischen einer Aluminium- oder Weissblechdose hängt von verschiedenen Faktoren ab. Kennen Sie diese? Wieso wird Aluminium bei säurehaltigen Formulierungen eingesetzt und weshalb haben Weissblechdosen eine Naht? Welches Material ist formbar oder wird bei ganz kleinen Dosen verwendet? Frischen Sie Ihr technisches Wissen auf.

Airless Dispenser werden bei Kosmetikprodukten aus ganz bestimmten Gründen eingesetzt. Kennen Sie seine Anwendungsvorteile? Hier sind die fünf Wichtigsten.

1. Keine Luft

Der wichtigste Vorteil eines Airless Dispensers steckt bereits im Namen. Airless bedeutet, dass nach dem Herausdrücken keine Luft ins Spendersystem zurück gezogen wird. Die Creme ist somit sehr gut vor Oxidation, Keimen und Pilzerregern geschützt, die in der normalen Umgebungsluft vorhanden sein können.

2. Weniger Konservierungsstoffe

Durch die keimarme Umgebung im Innern des Dispensers kommt der Inhalt mit weniger Konservierungsstoffen aus. Deshalb erfreut sich diese Verpackungsform bei Natur- und Biokosmetik grosser Beliebtheit.

3. Restentleerbarkeit

Im Gegensatz zu herkömmlichen Verpackungen hat ein Airless Dispenser eine sehr hohe Restentleerbarkeit, es bleibt also nur sehr wenig Restprodukt im Innern übrig. Dadurch erübrigen sich die herkömmlichen Tricks wie Aufschneiden oder Quetschen der Verpackung, um den Rest herauszuholen. Man kriegt wofür man zahlt.

4. 360°-Anwendung

Aufgrund des Vakuums kann ein Airless Dispenser problemlos auch kopfüber angewendet werden, was manchmal ganz praktisch ist.

5. Konstantes Dosiervolumen

Kennen Sie den Moment, wo sie nur ein wenig Creme aus einer Tube drücken wollen und plötzlich  kommt viel mehr? Ein Airless Dispenser dosiert kontinuierlich immer die genau gleiche Menge bis zum Schluss.

Und so funktioniert’s:

Beim Drücken des Auslösers wird der Kolben unterhalb des Füllgutes durch den entstehenden Unterdruck nach oben gezogen. Weil dies im Spendersystem versteckt geschieht, kriegt der Anwender davon nichts mit. Wenn das Produkt entleert ist, befindet sich der Kolben (der zweite, versteckte Boden) ganz oben unterhalb des Dispenserkopfes. Damit der Kolben überhaupt hochwandern kann, muss ständig Luft unten nachgezogen werden, weshalb sich im Boden des Airless Dispeners ein winziges Loch befindet.

Industrielle Abfüllung

Technisch gibt es zwei Möglichkeiten, einen Airless Dispenser industriell abzufüllen: von oben und von unten. Die Variante Top-Fill ist die einfachere und schnellere, da nach dem Befüllen nur noch der Dispenserkopf aufgesetzt werden muss. Bei Bottom-Fill muss zuerst der Kolben eingesetzt und dann der Boden angebracht werden. Dieses Verfahren ist aufwändiger und benötigt deutlich höhere Maschinenumbauzeiten, weshalb sie sich nur bei grösseren Mengen lohnt. Weil sich die Packmittelspezifikationen je nach Methode unterscheiden, muss bereits bei der Packmittelbestellung die Abfüllmethode Top-Fill oder Bottom-Fill angegeben werden. Die FRIKE GROUP kann beide Varianten abfüllen.