Weltweite Nachfrage und Wechselkurse

28.03.2018

Herausforderungen im strategischen Einkauf der FRIKE GROUP.

Die Wirtschaft brummt, die Beschäftigungszahlen steigen. Diese und ähnliche Aussagen hat man in den vergangenen Monaten oft gelesen. Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes erwartet für dieses Jahr ein starkes, überdurchschnittliches Wachstum des BIP (Bruttoinlandsprodukt) von 2,3 % und sieht aufgrund des gefestigten und breit abgestützten weltwirtschaftlichen Aufschwungs eine Aufhellung am Arbeitsmarkt. Nicht nur in Europa ist das der Fall, auch in vielen anderen Wirtschaftsregionen der Welt. Das hat zahlreiche positive Effekte, führt aber auch zu Verknappungen, wenn die Nachfrage für bestimmte Waren konstant steigt. 

Als umfassender Dienstleister verpflichtet sich die FRIKE GROUP zu einer strategischen Mengen- und Einkaufsplanung aller notwendigen Roh- und Packstoffe. Jedoch sind auch wir den Schwankungen von Währungen und Nachfragen ausgeliefert. Ein Beispiel dafür ist Glycerin. Von diesem Zuckeralkohol wird in den Betrieben der FRIKE GROUP sehr viel verarbeitet – und dementsprechend auch eingekauft. Im Zeitraum von Oktober 2016 bis Februar 2018 stieg der Kilopreis dieses Rohstoffes um 85,7 %. Diese %-Zahl ist währungsbereinigt. 

Verknappung der Rohstoffe hat mehrere Ursachen

Ein weiteres aktuelles Beispiel ist Natronlauge. Diese wird unter anderem in der pharmazeutischen wie auch in der chemisch-technischen Industrie verwendet. Im vergangenen Jahr wurde in Europa das sogenannte Amalgamverfahren (Gewinnung von Chlor und Natronlauge aus einer Kochsalzlösung) verboten, bei welchem Natronlauge entsteht. Einige Hersteller konnten ihre Produktion nicht auf das neue umweltfreundlichere Membranverfahren umstellen, sodass sie keine Natronlauge mehr herstellen dürfen. Dieses neue Verfahren erfordert deutlich weniger Energie, zudem kann auf Quecksilber vollständig verzichtet werden. Andere Hersteller wiederum haben sich sogar entschieden, Natronlauge gar nicht mehr zu produzieren. Demzufolge ist das Angebot auf dem Markt geschrumpft, was zu höheren Marktpreisen führt. Im Zeitraum vom vierten Quartal 2017 bis zum ersten Quartal 2018 ist der Preis um 50 % gestiegen. Noch ist kein Ende in Sicht: Die Preise werden voraussichtlich auch im zweiten Quartal dieses Jahres weiter steigen. Das Verbot gilt übrigens auch für importierte Ware.

Packmittel – Bedarf weltweit steigt

Auch der Packmittelmarkt steht unter Druck. Die zunehmende Nachfrage nach Wellpappe liess den Preis seit Januar 2017 um rund ein Drittel ansteigen. Die Wirtschaft floriert, nicht nur in Europa wird immer mehr hergestellt und bestellt, das wiederum verpackt werden muss. Dazu kommt noch die Nachfrage aus dem asiatischen Raum – und die Preise passen sich der weltweiten Nachfrage an. Hersteller geben diese Erhöhung an ihre Kunden weiter und wir, die wir mit unserer Fachkompetenz Ihren kompletten Einkauf, ob Rohstoff oder Packmittel, übernehmen, sind von dieser Problematik natürlich ebenfalls betroffen.

Wir bleiben an dieser Thematik dran und mit Ihnen in Kontakt. Sollten Sie Fragen dazu haben, bitte kontaktieren Sie uns.