Die „Inside“-Beitragsreihe geht in ihre zweite Runde. In dieser Ausgabe blicken wir hinter die Kulissen der Entwicklungsabteilung unseres chemisch-technischen Betriebes, der FRIKE CHEMICALS AG in Wetzikon. David Thöny, Leiter der Abteilung, gewährt einen Einblick in seinen beruflichen Alltag.

Herr Thöny, welches sind die Hauptaufgaben Ihrer Abteilung?

Wir sind 12 Entwickler/-innen in der FRIKE GROUP, das Team der FRIKE CHEMICALS besteht aus meiner Kollegin und mir. Wir entwickeln neue Produkte in den Bereichen Reinigungsmittel, Pflegemittel, Waschhilfsmittel für technische Anwendungen. Dabei arbeiten wir mit Flüssigkeiten, Pulver und pastösen Formen. Zudem widmen wir uns der Umformulierung von bestehenden Produkten.

 

Warum müssen Produkte umformuliert werden?

Es hat unterschiedlichste Gründe, warum Rezepturen geändert werden müssen. Es kann sein, dass bestimmte Rohstoffe nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Stoff wird schlichtweg nicht mehr produziert, der Gesetzgeber verbietet den Stoff oder andere regulatorische Gründe können eine Rolle spielen für die Änderung der Rezeptur.

 

Wie kommen Sie in so einem Fall zu den Ersatzrohstoffen?

Entweder der Hersteller selbst bietet Alternativen an und empfiehlt diese oder wir als Entwicklungsabteilung gehen auf Lieferanten zu und suchen Lösungen, welche dieselbe Funktion des Rohstoffes uneingeschränkt gewährleisten. Es ist sehr wichtig, dass wir den neuen Rohstoff ganz genau testen, abklären ob die Funktion des Produktes weiterhin gegeben und die Stabilität noch gewährleistet ist. Das hört sich einfach an, ist aber meist mit recht umfangreichen Arbeiten verbunden.

 

Dürfen Sie uns sagen, an was Sie derzeit tüfteln?

Spannend ist derzeit ein Projekt, an dem wir direkt bei der Abfüllung mit einem Konzentrat arbeiten um dieses direkt im Gebinde auf die Anwendungskonzentration zu verdünnen. Auch die Umwälzungen im Konservierungsmittelmarkt beschäftigen uns momentan. Es ist ein weitgefächertes Problem, das die ganze Branche betrifft und eine Patentlösung gibt es nicht. Wir wollen eine Vorreiterrolle bei dieser Thematik einnehmen, suchen keine kurzfristige, sondern eine langfristige, fortschrittliche und vor allem nachhaltige Lösung.

 

Welches sind die Herausforderungen der kommenden Jahre?

Beim Konsumenten findet eine Sensibilisierung für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen statt. Dieser Trend gilt auch bei Reinigungsmitteln. Es geht darum, nicht nur ein Tensid oder ein Lösungsmittel durch ein anderes zu ersetzen. Wir müssen die ganze Kette nachhaltig gestalten, von der Herkunft des Rohstoffes bis zur Entsorgung der Verpackung, vom Beginn an bis ans Ende umdenken – auch das ist Nachhaltigkeit.

 

Herzlichen Dank für das Gespräch Herr Thöny.

Fritz Keller Holding AG

Auenstrasse 11
8617 Mönchaltorf

+41 44 949 21 11
info@frike-group.com

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